Regional verbunden – eine runde Sache

Jahne Zastrow ist Ziegenbauer aus Schinkel. Sein langfristiges Ziel ist es, zusammen mit drei weiteren Biobetrieben, eine Solidarische Landwirtschaft
in seiner Region zu etablieren. Warum das notwendig ist und wie eine nachhaltige Landwirtschaft aussehen sollte, schildert er selbst:

Der Grundgedanke der ökologischen Landwirtschaft ist der innerbetriebliche Kreislauf. Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist nur dann wirklich „rund“, wenn er neben einer vielfältigen Fruchtfolge auf dem Acker auch eine an den Betrieb angepasste Tierhaltung betreibt.

Der Kreislauf auf einem Bauernhof mit Tieren sieht wie folgt aus: Tiere, die Milch geben, ernähren sich von Grünpflanzen, die für die menschliche Ernährung wertlos sind. Der Bauer düngt die Pflanzen mit dem Dung der Milchtiere.
Durch die zunehmende Spezialisierung auch in der Öko-Landwirtschaft wird immer öfter Pflanzenbau und Tierhaltung in großem Umfang getrennt voneinander betrieben. Hierdurch entstehen oft lange Transportwege für Futter und Tierdung. Auch die dadurch entstandenen Bio-Massenprodukte haben oft weite Strecken hinter sich, bis sie über Verarbeiter und Zwischenhändler beim Kunden ankommen.

Um die Vielfalt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu bewahren, muss sich der Hof unabhängig von der Gesamtwirtschaft machen. Die Solidarische Landwirtschaft sichert den Absatz für regionale Betriebe, indem landwirtschaftliche Erzeuger und Konsumenten eine Verbindung eingehen. Der Ertrag der Ernte und die Produkte aus der Tierhaltung (wie z.B. Milch und Fleisch) werden untereinander aufgeteilt. Somit erhalten die Verbraucher regionale und saisonale Lebensmittel und die Bauern haben einen festen Abnehmerkreis für Ihre Erträge.

Ein Bericht von: Jahne Zastrow

www.schinkeler-hoefe.de

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