Gemeinsam schmeckt‘s am Besten

Manchmal ist es gut Projekte von hinten her zu denken und sich zu fragen: „Was wollen wir haben?“. Holly wollte Brot, dessen Zutaten sie kennt und dessen Herstellung von erneuerbaren Ressourcen getragen wird. Holly ist eine der vier GründerInnen des Projekts Backen & Schnacken. Zusammen mit Charlotte, Lena und Aki setzt sie das Projekt seit April 2016 voller Elan um. Die Vier haben sich gefragt, wie sich Brotbacken und Spaßhaben verbinden lässt und kamen auf die Idee, einen Gemeinschaftsofen zu bauen. Kreativ war die Truppe bereits bei der Beschaffung der Materialien für den Lehmofen. Neben Spenden konnten die Vier auch gefundene Materialien verbauen. Die Ausgaben bleiben gering und Altes erhält einen neuen Nutzen. Was nicht gebraucht gefunden wird, kann dank einer Startförderung von yooweedoo besorgt werden. Im Moment ist es vor allem das Brennholz, das dabei ins Gewicht fällt. Spenden sind also willkommen. Am Anfang war das Brot Hollys Expertise im Brotbacken hat sie aus einer Ausbildung in den USA mitgebracht und den Ofenbau haben die Vier sich dann selbst angeeignet.
Im Internet holten sie sich Tipps von ähnlichen Projekten. Beispielsweise wusste eine Kanadierin, dass ein Ofen zu mehr dienen kann als zum Backen: er zieht auch Publikum an und fördert den Austausch in der Nachbarschaft. Nach ersten Überlegungen, wo in Kiel ein guter Ort wäre für den Gemeinschaftsofen, kam es zu der Entscheidung ihn vor der alten Muthesius Kunsthochschule (Alte Mu) zu platzieren. „Hier gibt es genug Menschen, die ab und zu ein Auge darauf haben, außerdem kann er von vielen weiteren Projekten genutzt werden und noch mehr Leute profitieren.“ so Holly. Auch Geschirr kann in Kooperation mit der Efa (Essen für alle)-Gruppe aus der Alten Mu genommen werden. Die ersten Back-Events bestärkten das Team darin, mit dem Ofen weiterzumachen. Jede/r kann den Ofen nutzen, eine Anleitung erklärt, wie es geht. Gewollt sind auch Gruppen, die ihre Teammeetings am Ofen veranstalten.


Anleitung Ofenbenutzung:
1. Feuerholz besorgen
Zum Beispiel im Baumarkt.

2. Ofen anfeuern
Ihr müsst ca. 4 Stunden einplanen, damit der Ofen richtig heiß wird. Immer mit einem kleinen Feuer beginnen und mit der Zeit etwas mehr Holz zugeben. Darauf achten, dass das Feuer nicht zu groß wird, denn dann überhitzt der Ofen schnell und bekommt Risse an der Außenschicht.

3. Backen
Nach etwa 3 Stunden sollte der Ofen heiß genug sein, um Pizza und Brötchen zu backen. Dafür teilt Ihr das Feuer und schiebt das brennende Holz nach hinten und an die Ränder, sodass in der Mitte eine große Backfläche entsteht. Diese säubert Ihr am besten mit einem nassen Tuch (z.B. an einem Ast, damit Ihr euch nicht die Finger verbrennt), bevor Ihr mit dem Backen beginnt. Pizza: dauert etwa 5 Minuten bei kleinen Pizzen, Brötchen: etwa 10 Minuten, Brot und Kuchen sind danach dran. Bei abkühlendem Ofen können noch Braten und andere Gerichte in einer Caserole gegart werden. Die Hitze sollte ausreichen, um circa 1 Stunde ohne Probleme backen zu können. Sollte er doch schneller abkühlen als erwartet, müsst Ihr zwischendurch nochmal kleine Feuer in der Mitte des Ofens machen.

4. Aufräumen
Wenn Ihr lecker gegessen habt, vergesst bitte nicht, den Ofen und den Tisch wieder sauber zu machen. Der/Die Nächste freut sich, wenn er/sie wie Ihr einen sauberen Ofen vorfindet. Die Glut könnt Ihr im Ofen ausgehen lassen.

Ihr habt Interesse an einem Backtag? Kontaktiert Backen&Schnacken über facebook: www.facebook.com/backenschnackenkiel

Text: Janina Taigel
Fotos: Iryna Zamuruieva

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